Regionalgruppe Berlin

Ansprechpartner

Für Fragen zur Regionalgruppe Berlin wenden Sie sich bitte an uns:

Sabine Wiesjahn
Gabi Spindler
Ingrid Gruenberg-Rinkleff

E-Mail: Berlin@dvg-ev.org
Telefon: 0176 5426 9083

Nächstes Treffen

11. Dezember 13:00 bis 15:00 Uhr

Die Regionalgruppe Berlin und Umgebung probiert einen neuen Versammlungsort aus, wo sie ungestörter tagen kann:

Weyers – Café und Restaurant in der Pariser Straße 16 in Berlin 10719
http://weyers-restaurant.de/ S7 bis Zoologischer Garten, U9 Bahnhof Spichernstraße. , 7 min zu Fuß. (Wer ein Stückchen weiter laufen möchte, geht zu Fuß vom S-Bahnhof Savignyplatz über die Knesebeckstraße bis zur Lietzenburger, und dann am art’otel in die Pfalzburger Str.).

DVG-Protest in Berlin zum Auftakt des SPD-Parteitages

Es ist 7:30. Die ersten Delegierten eilen in Richtung Eingang des City Cubes auf dem Messegelände. Es ist dunkel, kalt und regnerisch. Der harte Kern unserer DVG-Truppe postiert sich auf dem Vorplatz gleich hinter der Treppe, die zur Freifläche vor dem Tagungsort führt. Hinter uns ein paar junge Leute von Fridays for future mit Flugblättern und Leuchtschrift. Abgeriegelt und durch einen Sondereingang geschleust wird die Parteispitze. Wir kommen nur mit dem ‚Fußvolk‘ in Berührung, verteilen unsere Flyer und versuchen, Gespräche anzuknüpfen. Kaum jemand bleibt stehen und nimmt sich die Zeit, alle sind fokussiert auf das, was sie drinnen erwartet. Vor allem die Jungen reagieren gleichgültig. Einer ruft noch im Vorbeigehen: „Wir bekommen sowieso nichts mehr, wenn wir alt sind“.

Die ersten bekannten Gesichter kommen mit dem nächsten Schub aus dem S-Bahnhof Messe-Süd. Der Vorplatz wird voller. Saskia Esken stellt sich spontan ein paar Pressefotographen zusammen mit jungen Umwelt-Aktivisten, hört denen aufmerksam zu und verspricht: „Ja, wir werden mehr fordern…“. Zeit für das Thema Altersvorsorge hat sie nicht mehr, außer der beiläufigen Versicherung „Ja, wir haben auch das auf dem Schirm…“. Eine weitere Stimme mischt sich in den kurzen Dialog mit der Mahnung: „Dann drücken Sie mal die Daumen, dass die Koalition nicht platzt, sonst bekommen Sie nicht einmal den Freibetrag“. Wir überlegen einen Augenblick, ob das besorgt oder ironisch gemeint war.

Mit dem nächsten Schub kommt Norbert Walter-Borjans vorbei, bleibt auf das Thema betriebliche Altersvorsorge angesprochen sofort stehen und weiß ganz offensichtlich – im Gegensatz zu so manchem Genossen – wovon die Rede ist. Da muss nicht viel erklärt werden. NoWaBo ist informiert und sagt uns seine Unterstützung zu für den nächsten Schritt über den Freibetrag hinaus: für die Beendigung der Doppelverbeitragung. So klar vernehmen wir Unterstützung heute nicht allzu oft.

Erschreckenderweise gibt es viele Delegierte, die weiterrennen ohne uns überhaupt wahrzunehmen. Desto froher sind wir über nette und verständnisvolle Vertreter, die stehenbleiben und noch ein paar mehr Informationen haben möchten. Gesine Schwan ist beispielsweise so jemand. Wir versprechen, ihr noch mehr Infos zu senden. „Bitte an meine Viadrina-Adresse“ ruft sie uns noch zu, als sie schon ein paar Meter weg ist. Offensichtlich will sie das Material tatsächlich bekommen.

Ein paar Gewerkschafter demonstrieren noch für den Mindestlohn: Ankommen, Plakat ausrollen, ein paar Minuten stehenbleiben, und, als der Regen stärker wird, wieder abziehen, spielt sich in wenigen Minuten ab. Da sind wir DVGler aus anderem Holz geschnitzt: Wenn wir doch nicht viele hier vor Ort sind, aber wir sind uns der Solidarität unserer Kollegen auch von ‚jwd‘ (janz weit draußen) – wie der Berliner sagt – sicher: Erfurter, Hannoveraner, Bielefelder sind angereist. Jetzt, kurz vor zehn, sind alle Delegierten durch und wir durchgefroren. Endlich können wir uns aufwärmen und beim Kaffee mit den Kollegen von auswärts unterhalten. Spaß hat’s gemacht – trotz aller Widrigkeiten. Und „wir sehen uns nächstens wieder“, heißt es beim Auseinandergehen.

Im Saal selbst wird es später heißen: „Die SPD ist die Partei, die Hartz IV eingeführt hat, also sind wir auch die Partei, die Hartz IV überwindet“. Gerne würden wir einmal von den Genossen hören: „Die SPD ist die Partei, die zusammen mit den Grünen das GMG eingeführt hat, also müssen wir auch das überwinden“. Bis das geschafft  ist, machen wir weiter – auch wenn’s dunkel und kalt ist und regnet!

(Fotos von der Protestveranstaltung s. Bildergalerie)

Wissenswertes

Im RBB-Magazin Super.Markt ist am Montag, 11.11. um 20:15 ein Beitrag über Direktversicherungen ausgestrahlt worden. In dem Verbrauchermagazin zeigt Finanzexperte Gerald Meyer, wie sich Betroffene vom Verein der Direktversicherungsgeschädigten wehren und klärt, welche Möglichkeiten es gibt, die Verluste in Grenzen zu halten. Hier der Link zur Mediathek mit dem Beitrag von Super.Markt

schneidet

Öffentliche Protokolle

Protokoll vom 13.11.2019 der RG Berlin und Umgebung

Teilnehmer:

Ingrid Grünberg-Rinkleff, Isolde Winkler, Ursula Wacker, Gabi Spindler, Stefan Fidorra (neu), Ute Treppner (neu), Wolf-Jürgen Schwerdtner, Jürgen Diekers, Günter Holzhausen, Elke Schnur, Bernd Ohmann, Franz Häntze, Sabine Wiesjahn (Protokoll), Wolfgang Schmalenberg, Frank Corte, Jürgen Reinhardt(neu), Helmut Elstermann(neu), Rainer Bethge, Martin Lejeune (neu), Jeanette Bühler, Günther Jarosch-Bühler, Burkhard Marten (neu)

Erstmals fand unser Regionalgruppentreffen im Weyers Restaurant in der Pariser Straße statt. Zahlreiche Mitglieder und Gäste konnten wir zu diesem Termin begrüßen.

  1. Ingrid gab einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten unseres Vereins, wie die Berichterstattung in der Sendung Supermarkt des rbb vom 11.11.2019, in der es u.a. über unsere Arbeit und die Problematik der Direktversicherungen an vier Fallbeispielen unserer Vereinsmitglieder ging. (Wer den Bericht nicht gesehen hat, in die Mediathek des rbb reinschauen. Hier der Link zur Mediathek mit dem Beitrag von Super.Markt). Das war tolle Öffentlichkeitsarbeit für uns.
  2. Teilnahme von vier Mitgliedern unserer Regionalgruppe an einer DVG Demo-Kundgebung anlässlich des CDU Parteitags in Leipzig am 22.11.2019 um 9.30 Uhr

„Der Aktionstag Leipzig“ wird von Gabi Spindler organisiert.

  1. Wolf-Jürgen Schwerdtner hat über die laufenden Gerichtsverfahren in unserer Sache berichtet, leider ist das bis jetzt eine unendliche, erfolglose Geschichte und bedarf noch eines langen Atems.
  2. Großen Diskussionsbedarf gab es zu dem Vorschlag der Regierungskoalition, die Doppel-Verbeitragung der Betriebsrenten und Direktversicherungen durch einen Freibetrag in Höhe von ca. 155,-€ zu „entlasten“. Dieser Vorschlag deckt sich bei Weitem nicht mit unseren Forderungen und ist noch nicht mal ein „Tropfen auf den heißen Stein“.

Auch die Pressebeiträge zu dieser Problematik, z.B. im Tagesspiegel vom 12.11.2019 von Woratschka, treffen nicht den Kern. Dazu wird es aus unseren Reihen einen Leserbrief geben.

Weiterhin bleiben wir, wie in der Vergangenheit auch,  an den Abgeordneten der einzelnen Parteien im Bundestag dran und werden sie auf unsere Problematik der Direktversicherungen immer wieder ansprechen.

  1. Am 9. Dezember wird es im Ausschuss für Gesundheit eine öffentliche Anhörung, zur Gesetzesvorlage über die Einführung eines Freibetrages der gesetzlichen Krankenversicherungen, geben. Wer an diesem Termin interessiert ist, meldet sich bitte bis 29.11.2019 bei Sabine Wiesjahn, E-mail: hansine.wiesjahn@t-online.de , mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum.

Die Anhörung findet im Jakob-Kaiser.Haus (JKH) Saal 1 302, Dorotheenstraße 100/101,  in 10117  Berlin statt.  Schaut mal rein:

Unser nächster ist auch der letzte Termin in diesem Jahr: am 11.12.2019 um 13.00 Uhr im Weyers  Restaurant in der Pariser Straße 16

Sabine Wiesjahn, 17.11.2019

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