Die betriebliche Altersvorsorge "bAV" ist eine
1. Betriebsrente (Zusage des Arbeitgebers - finanziert durch eine private Rentenversicherung oder Pensionskasse) oder
2. Direktversicherung (finanziert über einen Gruppenvertrag des Arbeitgebers durch Gehaltsumwandlung des Arbeitnehmers und Beteiligung des Arbeitgebers)
Beide Formen der Altersvorsorge werden bei Auszahlung voll (mit dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mit ca. 20 % verbeitragt (KV=14,6% + Zusatzbeitrag, P'V=3,6 bzw. 4,0%) / neuere Verträge, die bei der Besparung nicht besteuert wurden, werden bei Auszahlung grundsätzlich versteuert und die Finanzämter sind lt. Urteil des Bundesfinanzhofs am 30.10.2025 (Az. X R 25/23) nicht gezwungen, die 1/5 Regelung anzuwenden. Hinzu kommt die Inflation. Bei der Gehaltsumwandlung für die Direktversicherung müssen alle wissen, dass unterhalb der Beitragsbemessung, auch Rentenpunkte verloren gehen und es kann sich jeder ausrechnen, ob sich diese Altersvorsorge lohnt.
Steuern und Beiträge müssen raus aus der betrieblichen Altersvorsorge "bAV" und der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass auch im Sozialrecht ein Rückwirkungsverbot (ob echt oder unecht? - das sind juristische Taschenspieler-Tricks) gilt
Altersvorsorge ist Vertrauenssache
......................................................... Stimmen aus der Politik: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer sagte treffend dazu am 28.03.20218 in den ARD Tagesthemen "Das mag rechtlich in Ordnung sein, aber moralisch in Ordnung ist das nicht". Auch Gesundheitsminister Lauterbach, der 2003 mit "ja" abgestimmt hat (in der gleichen Sendung), ... wollte dieses Verbeitragungsgesetz längst abgeschafft bzw. geändert haben ... er hatte wohl doch nicht so viel zu melden. Selbst Olaf Scholz sagte: "das war Mist und wir werden das korrigieren" ... hat er aber nicht und verwies genauso, wie sein Nachfolger auf die leeren Kassen (wobei der Finanzminister sich doch Jahr für Jahr über höhere Steuereinnahmen freut). Das viele Geld wird also für andere verpulvert und der Steuerzahler hält still - verstehen Sie das? Wir haben aber eine Chance, wenn wir doch zusammen hielten. Dazu brauchen wir Euer aller Engagement! Weiteres: Am 12.12.2019 erreichte uns der angefügte Brief. Er trifft genau den Kern und bedarf keines weiteren Kommentars. Aus Datenschutzgründen habe ich den Namen des Absenders unkenntlich gemacht. ————————————————————————————————————— Vertrauen geht nur mit Verlässlichkeit (Zitat Mike Möhring, CDU) aus Anlass zum Regierungsentwurf vom 03.12.2019 Drucksache 19/15659 „Förderung der betrieblichen Altersvorsorge“ Sehr geehrter Herr Dr. Rueddel, sehr geehrte Bundestagsabgeordnete der CDU, nachfolgende Gedanken für Ihre Aussprache im Bundestag zum vorgenannten Gesetzentwurf. Am Montag Anhörung, morgen bereits die 2./3. Lesung! Wie beim GMG im November 2003, wird durchgepeitscht. Ich heiße Anita, bin 21 Jahre alt und stocksauer auf Volksvertreter, die ahnungslose Bürger hinters Licht führen und deren hart erarbeitete Lebensleistung rücksichtslos und kaltherzig Zunichtemachen. Mein Großvater hatte 1983 auf Anraten des Gesetzgebers für seinen Lebensabend eine Direktversicherung abgeschlossen und in diese ohne AG-Beitrag aus dem Nettogehalteingezahlt. Nach Kapitalauszahlung zum 1.10.2009 meldete sich die Krankenkasse und verlangt noch einmal Krankenkassenbeiträge, zusätzlich auch den AG-Beitrag, in der Summe 18,6%, obwohl bereits in der Einzahlphase Krankenkassenbeiträge geleistet wurden (Altvertrag). Der Hinweis, dass sei ein „sogenannter Versorgungsbezug“ hat uns alle fassungslos gemacht. Der Arbeitgeber hat NULL Cent beigesteuert, mein Verständnis von Ethik und Logik ist erschüttert, mein bisher gesunder Menschenverstand scheint abhandengekommen. Man muss schon tief in die Trickkiste greifen, um einen solchen Unsinn Wirklichkeit werden zu lassen. Fata Morgana wäre der bessere Ausdruck. Geht man so mit Bürgern um, die sich bei Gehaltsverzicht eine Altersvorsorge aufbauen? Haben Sie kein schlechtes Gewissen, Bürger (die auch Wähler sind) um den Lohn ihrer Arbeit zu bringen? Viele nennen es Enteignung: ist man endlich am langersehnten Ziel, wird man um seine Ersparnisse beraubt! Das war weder Vertragsbestandteil noch wurde mein Großvater über Vertragsänderungen informiert. Ein Teil der Kapitalauszahlung war für meine Ausbildung vorgesehen, das geht jetzt nicht mehr. Seine Rente beträgt knapp 1.200 Euro, die meiner Mutter ca. 650 Euro. Nach Abzug von Miete und Nebenkosten (ohne Auto) verbleiben rund 800 Euro zum Leben. Eine Ihrer Begründungen für erneute Krankenkassenbeiträge lautet: „Starke Schultern sollen mehr tragen als Schwache“. Fangen die starken Schultern bei Ihnen bereits ab 800 Euro an? Das macht mich sprachlos, Sie sind sehr weit von der Realität entfernt. Die fleißig für ihren Lebensabend sparende Bürger werden ausgenommen wie die volkstümlich zitierte Weihnachtsgans. Eine bittere Wahrheit, die alles auf den Kopf stellt, was mir vom Elternhaus und der Schule mit auf den Lebensweg gegeben wurde: Anstand, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Vertragstreue. Das alles soll jetzt nicht mehr gelten? Meine Zweifel in diesen Staat werden immer größer. Ich wohne in einer mit Problemen gesegneten Stadt, wir Bürger sind nur noch Zahlmeister für … (hier breche ich ab, die Wut würde mich antreiben, könnte viele Seiten schreiben, aber das will man in Berlin nicht hören). Sie fordern ständig Bildung, Bildung, Bildung, nehmen aber den Leuten das Geld weg, die in Bildung investieren wollen. War für mich Anlass, erneut im Internet zu recherchieren. Was ich dort zu lesen bekam, hat mich wütend gemacht und ist seither Diskussionsgegenstand mit Freunden und Bekannten. Um es vorweg zu nehmen: Unser Vertrauen in die Politik ist zutiefst erschüttert, Bürger erst aufzufordern, Altersvorsorge zu betreiben, dann hinterrücks ein Fünftel wieder wegzunehmen. Skandal ist noch ein harmloses Wort, perfider Betrug ist besser ausgedrückt. Ein Trauerspiel, solche Volksvertreter sind nicht wählbar. Man hat nicht nur den Kontakt zu den fleißigen Bürgern verloren, sondern diese gegen sich aufgebracht. So interpretiere ich die Wahlergebnisse seit 2017. Im Internet ist zu lesen, dass Sie zukünftig etwas ändern wollen, aber keine Bereitschaft erkennen lassen, Altverträge zu entschädigen*1. Man lässt die Summen 16 Jahre lang auflaufen und fragt heute scheinheilig, wer soll das bezahlen? So kann man auch Politik machen, zum Nachteil der Bürger, „leider Pech gehabt.“ Diese Ungerechtigkeit lässt mich nicht los und werde das gemeinsam mit meinen Freunden über facebook posten, damit möglichst viele Menschen informiert werden, diesem Staat nicht mehr zu trauen. Sie machen Politik gegen die eigenen Bürger, das Thema „Altverträge“ wird seit Jahren unter „Sonstiges“ abgelegt und dann vergessen. Haben Sie schon einmal nachgedacht, wie man sich fühlt, wennSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
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