Geteiltes Leid,
ist halbes Leid

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Beiträge (1376)

Moin aus Hamburg!

Mein Steuerbescheid 2021 war gestern in der Post und ich bin fast vom Stuhl gefallen. Ich soll fast 11.000 Euro Steuern nachzahlen!
Seit 1.11.2021 bin ich Rentnerin. Die Auszahlung der zweiten betr. Altersvorsorge kam im Dezember 2021.

Kann diese enorme Nachzahlung rechtens sein? Ich musste noch nie Steuern nachzahlen, auch nicht bei der ersten Auszahlung einer betr. Altersvorsorge 2017. Fast die gleiche Summe, damals keine Steuernachzahlung.
“Nur” diese unsägliche Doppelverbeitragung, die man uns untergeschoben hat.
Dafür zahle ich nun monatlich (für beide Auszahlungen) fast 90 Euro an meine Krankenkasse.

Wenn ich jetzt noch die Nachzahlung leisten muss, bleibt mir von der Auszahlung von 37k ja gerade mal 20k übrig.
Das kann doch nicht sein?

Natürlich werde ich sofort Einspruch einlegen (danke für den Text des Mustereinspruchs).
Kann ich mich einer Musterklage anschließen? So ganz kampflos möchte ich das alles nicht hinnehmen.

Herzliche Grüße
Manuela Golz

Hallo Frau Golz,
es gibt keine Musterklage, da jeder Fall anders ist. Wie der Ablauf ist, steht in der Rubrik “Recht” https://dvg-ev.org/recht/. Der Widerspruch kann formlos bei der Krankenkasse eingelegt werden und dafür reicht ein Satz: „Gegen Ihren Bescheid über die Neufestsetzung meiner Krankenversicherungsbeiträge vom – Datum – lege ich hiermit Widerspruch ein”. In einem zweiten Schritt, falls der Widerspruch von der Widerspruchsstelle der Krankenkasse abgewiesen wird, können Sie beim zuständigen Sozialgericht Klage erheben. Dafür brauchen Sie keinen Anwalt und es entstehen auch keine Gerichtskosten. Allerdings müssen Sie begründen, gegen welche Rechtsvorschrift die Forderung der Krankenkasse verstößt.
Beste Grüße
Helmut Achatz

Vielen Dank für die schnelle Antwort, lieber Herr Achaz. Da werde ich mich gleich einmal schlau machen.

Beste Grüße
Manuela Golz

Hans-Michael Wilcke

Glückauf Herr Hassel,
nochmals zu der Aussage von Herr Jochen Vogel (FDP):
und dazu nun des Grüne DIALOGTEAM, das den Parteivorstandes verbindlich und verantwortlich vertritt,
freundlich mitgeteilt einem unserer Stammtischmitglieder am 17.10.2021:

[….]Desweiteren haben wir die Bundesregierung in einem Antrag aufgefordert, zu prüfen, inwieweit Personen mit einer betrieblichen Altersversorgung bei der Beitragstragung unterstützt werden können. LEIDER WURDE DIESER ANTRAG ABGLEHNT. [….]

Nun man bemüht sich ebenso dieses Elend gezielt und mutig aus der Welt zu schaffen, aber nun kommt auch dieser fiese Lügensatz,
der die Glaubhaftigkeit der Lichtorgel wieder erschüttert und vernichtet:

[….]Es gibt Vorschläge, die so genannte Doppelverbeitragung bei der Betriebsrente völlig abzuschaffen.
DAS UNTERSTÜTZEN WIR SO NICHT.
Allerdings empfinden viele Versicherte, die ihren Vertrag vor Einführung der kritisierten Regelung abgeschlossen hatten,
die bestehende Rechtslage verständlicher Weise als ungerecht.
Sie haben sich damals im GLAUBEN an eine dauerhafte Beitragsfreiheit für diese Form der Alterssicherung entschieden.
DESHALB WERDEN WIR UNS FÜR EINE LÖSUNGFPÜR FÜR VOR 2004 GESCHLOSSENE VERTRÄGE EINSETZEN. [….]

Also, da können doch alle alten DV_SPARER nur von träumen, wenn dann im Jahre 2050 endlich eine saubere Regelung gefunden wird.

Mit bergfestem Glückauf aus dem tollen Ruhrpott und geht zur Wahl
Hans-Michael Wilcke
PS: falls Sie die komplette Korrespondenz wünschen, so melden Sie sich einfach unter
hw@wilcke-immobilien.de.
Kommentar : Bei den Grünen erwartet man keine Antwort von einzelnen Fraktionsmitglieder, hier antwortet immer ein ausgebildetes
SOKO -TEAM.

Hans-Michael Wilcke

Und weiter ins Finale mit den GRÜNEN Glaubensschwestern und -brüder
zum 29.11.2021 antwortet ein verantwortlicher Mitarbeiter von Herr Kurth, auf eine weitere freundliche kleine Anfrage
eines unserer Stammtischmitglieder:

[….] Mit der Einführung eines steuerfinanzierten Freibetrages kommen auch Betriebsrentnerinnen und -rentner mit einer Betriebsrente von beispielsweise 200 Euro in den Genuss einer spürbaren Verringerung ihrer Beitragslast.
Es ist uns bewusst, dass diese „kleine Lösung“ sicherlich nach wie vor für diejenigen, die vor 2004 eine Direktversicherung „aus eigener Tasche“ finanziert haben, eine nicht vollständig befriedigende Lösung darstellen mag. Aber in puncto fiskalischer Machbarkeit, sozialpolitischer Zielgenauigkeit und technischer Durchführbarkeit ist dies ein tragfähiger Kompromiss.[….]

Und damit hat sich die Aufarbeitung, dieser Willkürtat vom 26.09.2003, für die GRÜNEN nun wohl endlich erledigt.
Da sich die Grünen an dieser speziellen Sachlage unschuldig fühlen, obwohl die GRÜNEN am Morgen (10:49) des 26.09.2003
mit 99 % dieser Schandtat mit dem Wörtchen „JA“ zugestimmt haben.
Nur Werner Schulz, von den Grünen, hat sich damalig mutig der Stimme –trotz Fraktionszwang und namentlicher Abstimmung- enthalten.
Ja, die GRÜNEN stehen zu Ihrem Wort und haben hiermit freundlichst die Türe, mit dem oben angezeigten Wermutstropfen (Freibetrag),
zu uns Geschädigten zugeschlagen.

Mit bergfestem Glückauf aus dem tollen Ruhrpott (kocht) und geht zur Wahl in NRW
in SH hat sich das heute bereits erledigt.
Hans-Michael Wilcke
PS: falls Sie die komplette Korrespondenz wünschen, so melden Sie sich einfach unter
hw@wilcke-immobilien.de