Die Zukunft sieht recht düster aus

Sonntag, 20. September 2026 um 18.03 Uhr. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich schon das Desaster für die CDU ab, bei der Wahl in Berlin sind auch große Verluste zu erwarten. Da tritt der Kanzler Friedrich Merz mit Sauermiene vor die Kameras der Fernsehsender und Fotografen und verkündet, dass es zwar schlecht gelaufen ist für die CDU und ihn, dass er aber an seiner Politik festhalten und Kanzler bleiben will. Die CDU-Ministerpräsidenten der Bundesländer wurden schon am Abend zuvor mit einem Schriftsatz zur Nibelungentreue zum Kanzler verpflichtet. Welch ein erbärmliches Schauspiel, denn schon zwei Wochen zuvor gab’s für Merz und seine CDU die erste Klatsche in Magdeburg.

Die Worte des Kanzlers im Berliner Konrad-Adenauer-Haus, der seinen Reformkurs trotz desaströsen Wahlergebnissen fortsetzen will, drei Minuten nach Schließung der Wahllokale: „Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen als Parteivorsitzender der CDU und vor allem als Bundeskanzler unseres Landes.“

Immer und immer wieder spricht der Kanzler von den notwendigen Reformen, die angeblich eine bessere Zukunft für die Bürger in Deutschland bringen sollen. Gewiss, solche Reformen sind notwendig und sie sind auch von den Menschen gewünscht, aber es müssen Reformen sein, wirkliche Reformen, nicht nur ein Herumgebastel an völlig maroden Systemen, in deren Folgen sich dann fast alles verschlechtert für die Menschen. Der Begriff Reform wird zur Augenwischerei, es geht um Kürzungen. Die negativen Folgen solcher angeblichen Reformen müssen zumindest gerecht verteilt sein, aber die Lobby-Politik dieser Regierung, und da steht der Koalitionspartner SPD mit in der Verantwortung, ist gegen die Menschen gerichtet, die kaum noch ihren Alltag finanzieren können. Markige Sprüche von sogenannten Wirtschaftsweisen, die üppige Gehälter einsacken und einmal genauso üppige Pensionen kassieren werden, verprellen die Wähler der bisherigen „Mitte“ genauso wie die Politfiguren, die in Berlin an den Schalthebeln der Macht sitzen. Sie lügen, betrügen, lassen durch höchstrichterliche Entscheidungen legalisiert bestehende Verträge brechen, verhalten sich moralisch verwerflich und legen dabei noch Arroganz und Ignoranz an den Tag. Sie behaupten von sich, sie seien die Hüter der Demokratie. Für wie dumm halten sie die Wahlbürger? Wie viele Klatschen braucht es noch, bis ein Friedrich Merz und eine Bundesregierung einsehen, dass die Menschen eine gerechtere für sie bestimmte Politik haben wollen? Das Vertrauen dieser angeblichen „bürgerlichen Mitte“ ist längst verspielt, die Menschen haben es satt. Und wenn sich die Wähler dann wohl wissend der Konsequenzen den Extremparteien zuwenden, dann wurde bereits viel zerstört in diesem Land. Das nimmt man aber in Regierungskreisen einfach so hin und macht weiter so nach dem Motto: die Augen zu und mit dem Kopf durch die Wand. Die Zukunft sieht sehr düster aus für Deutschland.

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