Geteiltes Leid,
ist halbes Leid

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Beiträge (1441)

Ich habe mich schon oft gefragt, wie es sein kann, dass die Krankenkassen Monate oder sogar ein ganzes Jahr brauchen, um neue Beitragsbescheide unter Berücksichtigung des Freibetrags zu verschicken. Die einfache Berechnung des verminderten Beitrags kann es nicht sein.
Nun bin ich auf etwas gestoßen, was eine Erklärung sein könnte: Die 9/10 Regelung.
Noch nie gehört? War auch mir bis vor kurzem völlig unbekannt.
In Wikipedia steht dazu:
„Bezieher von Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Punkt 11 SGB V in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, wenn sie seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Stellung des Rentenantrags mindestens zu neun Zehnteln Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse waren, bezogen lediglich auf die zweite Hälfte dieses Zeitraums….“
Es geht darum: Wer diese Regel nicht erfüllt, ist freiwillig versichert und bekommt dadurch keinen Freibetrag. Wenn ich es richtig verstehe, muss also der Versicherungsverlauf des ganzen Arbeitslebens von Millionen durchforstet werden, um doch noch einige zu finden, denen man den Freibetrag streichen kann.
Könnte das eine Erklärung für die lange Bearbeitungszeit sein?
Für alle Direktversicherten mit Altverträgen: 2021 ist die nächste Gelegenheit, CDU/CSU, SPD und Grüne abzuwählen.

Die Prüfung , ob man als Rentner später den Status “pflichtversichert” oder “freiwillig versichert” hat, erfolgt bei der Rentenantragstellung. Man muss dort , bezogen auf die zweite Hälfte des Erwerbslebens also für etwa die letzten 20 bis 25 Jahre, Angaben machen, bei welcher(n) Krankenkasse(n) man wie (gesetzlich oder privat) versichert war und wie lange. Falls die Zeit bei einer privaten Versicherung mehr als 10 Prozent dieser Zeitspanne ausmacht, kann man als Rentner nur den Status “freiwillig versichert” erhalten. Mit Eintritt in die Rente ist dann der Status festgelegt. Das hat also nichts mit dem neuen Freibetrag zu tun und ist keine Erklärung für die lange Bearbeitungszeit.

Ich bin heute erst auf das Forum gestoßen und die einzelnen Wortmeldung sind interessant und auch teilweise hilfreich. Als erstes möchte der Entscheidung des Vorstands zustimmen, dass die Thematik beim DVG e.V. ein Gesamtdeutschen Problem ist und die Regionalgruppen auf jeden Fall gut aufgestellt sind, nur gemeinsam sind wir stark. Man sieht es z.B. in Frankreich (neue Rentenpolitik). Leider wird es so etwas in Deutschland nicht geben (außer damals noch 1989), die meisten Menschen sind mit sich beschäftigt oder egal ich kann ohnehin nichts ändern. Anders natürlich die jungen Menschen wie die Bewegung Fridays for Future, sie sind unbelastet und gehen los. Sie haben etwas erreich, die ganze Welt spricht davon und es muß sich was ändern, aber die Politiker reagieren hysterisch, nicht wirklich Zukunftsorientiert, erst einmal die Kleinen- die Masse abzocken, die Wirtschaft wird nicht belastet und letztendlich sind diese auch immer am längeren Hebel (Kostenumlagerung). Nun hat sich auch die Fridays gegen Altersarmut organisiert, was ich gut finde, es wird aber nicht diese Kraft besitzen, obwohl das Thema neuerdings öfter von den Parteien thematisiert wird (schon beginnender Wahlkampf).
Mit diesem neuen Freibetrag will man die Aufruhr der Geschädigten ersteinmal ruhig stellen, aber die Ungerechtigkeit wurde nicht behoben. Auch dieser ganze Wirrwarr mit , nur KV und PV wird außen vorgelassen, gibt es noch mehr Bürokratie, alles so gewollt . Auch die Schiene , was sollen die Jungen noch alles bezahlen, diese Genarationsmasche wo schon Junge gern aufspringen, da das Ganze nicht gesehen wird (Solidargemeinschaft), meine Frage war an Herrn Heil und auch an Herrn Spahn letztes Jahr -Rentner wollt ihr ewig leben-. Kam dazu natürlich keine Antwort, sondern nur -SPD- Frau Merkel blockt; Spahn- SPD blockt und von unserem Regionalabgeordneten der SPD eine Mitteilung, was die SPD doch schon alles geschafft hat (hauptsächlich für unsere jungen Menschen, die älteren bringen ja nichts mehr ein). So nun gut damit, wäre kein Ende.
Eigentlich habe ich noch eine spezielle Frage, Einmalbetragsauszahlung aus betrieblicher Altersvorsorge (Entgeldumwandlung) , daraus Errechnung des mtl. SV-beitrages auf 10 Jahre, nun bereits zweimalige Erhöhung des KV-Zusatzbeitrages, Widerspruch und z.Z. diesbezüglich Klage beim SG, da keine mtl. wiederkehrende Rentzahlung. Hat jemand damit Erfahrung und kann mir eine Tip geben, Eröterungstermin im Februar 2020 beim SG. Danke.

Der Rechtsweg ist ausgeschöpft. Ähnliche Verfahren wurden schon x-mal abgeschmettert.

Hallo Herr Achatz, Sie hatten Recht. Mein Termin beim SG war trotzdem aufschlussreich. Man teilte mir mit, ob ich nicht zufrieden sei mit der neuen Regelung (Freibetrag). Die KK-Vertreterin wies mich daraufhin, daß ich doch bei der VBL auch keinen Widerspruch eingelegt habe, worauf ich erklärt habe, daß diese Beiträge dort nicht aus meiner eigenen Entgeltumwandlung stammt, sondern Zahlungen vom AG. Man wollte mich dahin bringen die Klage zurückzunehmen und erklärte mir, wenn ich dies nicht mache, würde ich unnötige Steuergelder wegen weiterer Bearbeitung zum Urteilsbeschluss verschwenden. Auf das Thema Steuerverschwendung bin ich wohlweislich nicht eingegangen. Auch habe ich mitgeteilt, dass es mir nicht nur um das Geld geht, sondern die Ungerechtigkeit (Doppelverbeitragung), welche ja durch den neuen Freibetrag auch nicht aus der Welt geschaffen wurde.
Ich habe selbst nun auch zwei Zahlungen aus BAV (Entgeldumwandlung und VBL) und es würde mich interessieren, bei welcher Leistung der Freibetrag berücksichtigt wird, denn eine Aufteilung wird es nicht geben. Die Zahlung aus Entgeldumwandlung wird nach zehn Jahren (2027) enden und die andere, tja bis zum Lebensende. Wird man dann umsteigen können wenn ich noch länger als 2027 Leistung aus der VBL bekomme und wer legt die Verrechnung des Freibetrages aus welchem Leistungsanspruch fest?

Jetzt drehen sie komplett durch, unsere Politiker, und das gewaltig!!!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Der Ex-EZB-Chef Draghi, der deutsche Sparer und damit auch uns Betriebs- Rentner quasi enteignet und Milliarden an Euro gekostet hat, bekommt am 31.01.2020 von Steinmeier das Bundesverdienstkreuz überreicht!!!

Hört sich an wie Grimm’s Märchen, ist aber wohl Realität!

Da frage ich mich, welchen Orden den die aktuellen und zukünftigen deutschen Rentner bekommen?
Die haben es wohl wesentlich mehr verdient als dieser Enteigner!!!!!!!!

Hallo Leidgenossen,

bei mir steht 2024 die Auszahlung i.H.v. ca. 90000 € an. Es handelt sich um eine Kapitallebensversicherung, die größtenteils vom Arbeitgeber getragen wurde. Ich frage Sie, ob es möglich ist, die Lebensversicherung an meinen Sohn (Privatversichert) abzutreten/schenken, ob damit die lieben Krankenkassen mich nicht zur Kasse bitten können? Eine Umschreibung ist lt. Vertrag nicht möglich.
Oder haben Sie eine Idee, wie ich das Recht der Auszahlung an meinen Sohn übergeben kann, damit ihm diese zugerechnet wird und er kann als Privatversicherter nicht abkassiert werden?
Besten Dank und viele Grüsse

Hallo Claus,

es gibt keinen Weg aus diesem Betrug der Politik.

Selbst nach Tod eines Betriebsrentners müssen die Erben 10 Jahre lang an die Krankenkasse des Verstorbenen zahlen…so absurd das klingt!
So krank war und ist unsere Politik!

Ich hatte so einen Fall in der Familie.

Danke HP für deinen Beitrag. Ich habe mich auch erkundigt und nochmal bei der Lebensversicherung angerufen. Es gibt keinen Weg diese auf meinen Sohn zu übertragen. Dass Erben die Krankenkassenbeiträge noch zahlen müssen, da verschlägt es mir die Sprache. Ich muss mich damit abfinden, es gibt keinen Weg drumherum. Es ist so perfide. Dieser Freibetrag hilft mir bei (90000/120=) 750€ mtl. Rente nicht besonders viel. Eine Idee war noch Deutschland zu verlassen und somit im Ausland sich zu versichern. Doch in meinem Alter (bei Auszahlung 65) wird sich das alles nicht rechnen.
Danke, dass es dieses Forum gibt. Da ich mit meiner Rente sogar steuern zahlen muss, kann ich wenigstens die Krankenkassenbeiträge als Sonderausgaben absetzen, steuerersparnis wahrscheinlich 1 Prozent.

Hallo Herr Bröll,
Ihre Frage ist mit klarem Jein zu beantworten. D.h. Die Verbeitragung ist fällig wie dargestellt. Da Sie aber sozialabgabepflichtig weiterbeschäftigt sind, gilt für Ihre Zahlungen die Beitragsbemessungsgrenze. Entsprechend zahlen Sie im Zeitraum Ihrer weiteren Beschäftigung ´nur´ zusätzlich die Differenz zwischen Beitrtagsbgr. und Ihrer momentanen Abgabe. Nach Beendigung Ihrer Beschäftigung fallen Sie wieder voll der GKV mit 1/20tel anheim, jedoch -das ist wichtig- beginnt die Zählung der 120 Monate bereits bei der ersten Differenzzahlung zur Beitragsbemessungsgrenze. Somit verkürzt sich die volle Doppelzahlung auf die Monate des echten Rentenbezuges. 10 Jahre Doppelverbeitragung davon 2 Jahre gearbeitet, bleiben 8 Jahre Vollbelastung, statt 10 Jahre. Ist ja auch nicht schlecht.
Meine KK hatte das nicht so richtig verstehen können, aber nach einem halben Aktenordner wurde das akzeptiert und ein entsprechender Bescheid ausgegeben. Viel Glück

Gruß

Guten Abend Herr Schwarz,
Ich hatte auf airhead Interessante Antwort leider nicht die Ausgangsfrage gefunden.
Können Sie den Fall noch einmal kurz erläutern?

Danke F-J Schmidt

Wolfgang Schwarz

Hallo Herr Schmidt,
meine Info bezog sich auf die Frage des Herrn M.Bröll v. 23.12.19 13:17. Es ging hauptsächlich um die Verbeitragung bei weiterbestehendem Arbeitsverhältnis. (Konnte nicht zum Eingabefeld herunter runterscrollen, Technik)
Sprechen Sie mich für Erläuterungen gerne an.
Gruß

Ok , keine Experten hier . Wer kann die Frage beantworten? Krankenkasse oder Versicherungsgeber ?

Hier mal ein Vorschlag:

Dies ist ein durch Beiträge getragener Verein…vielleicht sollte man sich anmelden und wie viele solidarisch die 36,- Euro Jahresbeitrag bezahlen…dann klappt es vielleicht mit einer Antwort!!!

Es grüßt ein solidarisches Mitglied..
HP