Quelle: ARD Mediathek
“Millardenloch durch versicherungsfremde Leistungen”
– aber Rentner müssen doppelt zahlen
von Reiner Korth 25.01.2026
Ein “Milliardenloch durch versicherungsfremde Leistungen” und “Wo landen unsere Beiträge wirklich”, fragt unser DVG Kollege Helmut Achatz in seinem Blog “vonunruhestand.de” (*1): “Der Staat plündert die Krankenkassen aus und belastet sie mit versicherungsfremden Leistungen”, so führt Helmut Achatz weiter aus. Sehr ausdrücklich wurde das Thema der Finanznot der Krankenkassen, im Wesentlichen verursacht durch die versicherungsfremden Leistungen, auch in der ARD Sendung “Pluminus” vom 14.01.2026 dargestellt.
Kosten für Bürgergeldempfänger nur zu einem Drittel gedeckt
Wie Plusminus erklärt, hatten die Krankenkassen im Jahr 2023 Ausgaben in Höhe von 306 Mrd Euro. Davon mußten ca. 60,5 Mrd Euro für “versicherungsfremde Leistungen”,
wie etwa Familienversicherung, Krankenhausinvestitionen und Bürgergeldzuschüsse aufgewendet werden. Letztere sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die folglich vom Staat, also aus Steuergeldern zu finanzieren sind. Den Hauptposten im Defizit machen dabei die Bürgergeldempfänger aus. Wie Plusminus ausführt, zahlt der Staat für jeden Bürgergeldlempfänger nur 144 Euro ein. Das ist aber nur ein Drittel der tatsächlichen Kosten. Das heißt im Umkehrschluß: zwei Drittel der Gesundheitskosten für Bürgeldempfänger müssen die GKV Versicherten mit subventionieren. Die Allgemeinheit, z. B. Privatversicherte, Selbstständige und Beamte, beteiligt sich nicht.
Der GKV Verband verklagt den Staat auf 10 Mrd Euro jährlich Erstattung
Dieses Finanzloch hat etwa die Größe von 10 Mrd Euro jährlich. Der GKV Spitzenverband hat jetzt den Staat zur Rückerstattung dieser Gesundheitskosten aus den Versicherunsgfremden Leistungen verklagt, weil sie von der Allgemeinheit zu tragen seien. Nach den Ausführungen von Jens Baas, Vorstand Techniker Krankenkasse, könnten damit die Zusatzbeiträge um etwa “0,5 Prozentpunkte” sinken für alle Versicherten.
Rentner zahlen doppelte Krankenkassenbeiträge
Dabei trifft es die Direktversicherten und die Betriebsrentner besonders hart. Sie müssen seit Jahren schon doppelte Krankenkassenbeiträge zahlen, weil die Krankenkassen finanzklamm sind. Eine Rücknahme der ungerechten und einseitigen Doppelverbeitragung sowie die Korrektur des § 229 SGB V haben die Gesundheitsminsiter bisher immer pauschal zurückgewiesen mit dem Argument “Den Krankenkassen fehlt es an Geld.” Warum das Geld tatsächlich fehlt, hat Plusminus jetzt offengelegt. Helmut Achatz schreibt daher auch in seinem Blog “Wie der Staat mit den Krankenkassen umgeht, ist ein Skandal” und “Die Betriebsrentner trifft’s doppelt”.
Die private und betriebliche Altersvorsorge wird zunehmend zu “einer Kostenfalle”, zum Spielball der Politik. Sparen in staatlich geförderte Altersvorsoge wird in der heutigen Zeit auch für junge Leute zu einem hohen Finanzrisiko.
(*1)
https://vorunruhestand.de/2026/01/krankenkassen-klagen-wo-landen-unsere-beitraege-wirklich/

Hallo Herr Korth,
Jetzt gibt es doch die Möglichkeit mit dem GKV Spitzenverband die
ungerechten SV-Beiträge auf DV in Bezug zu den fehlenden Zahlungen vom Bund, zu bringen..
https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_2160877.jsp
Der GKV Spitzenverband stellt ja nun fest, (was er schon lange wusste) das sich der Bund den Zahlungen für versicherungsfremde Leistungen über Jahre entzogen hat.
‘https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/presse/pressemitteilungen/2025_4/20251128_Hintergrundpapier_Finanzierung_KV_Buergergeldbeziehende.pdf
Die Klage hätte also längst erfolgen müssen.
Immerhin wird jetzt erkannt, dass die fehlenden Zahlungen auf Kosten aller Beitragszahler der gKV gehen/diese belasten.
Mit der Klage wird das nun nicht länger akzeptiert!
Was aber auch nicht akzeptiert werden kann, sind die SV-Beiträge auf unsere DV.
Diese hat man aber gerne kassiert und die Klage damit offensichtlich verzögert.
Wir heutigen und auch die späteren Rentner, werden seit dem GMG von 2004 schon lange überproportional stark belastet.
Mit der Klage muss nun eine Abschaffung der SV-Beiträge auf unsere DV sichergestellt werden.
Das sollte der Verein DVG mit dem GKV Spitzenverband klären!
Dem GKV – Spitzenverband muss klar gemacht werden, das die KK von der Politik und der Finanzlobby benutzt wurden, (sich benutzen ließen) für diese unrechtmäßige Abzocke.
Die Versicherungen konnten/können damit weiter Ihre DV verkaufen und die Politik versucht sich damit Ihrer Zahlungen für versicherungsfremde Leistungen zu entziehen.
Das entspricht modernem Raubrittertum aller beteiligten Organe. Die Finanzlobby leistet hier ganze Arbeit, indem diese die Politik für Ihre Geschäfte nutzt.
Das ist mit den Verträgen zur pAV (Riester) und auch mit den als betrieblichenAV bezeichneten Verträgen, offensichtlich. Das hat System!
Damit muss jetzt Schluss sein!
Zudem:
Nachdem Politiker und Beamte Ihre Gehälter und Pensionen aus Steuergelder (von der Solidargemeinschaft) erhalten, könnte man doch erwarten, dass diese zumindest auch in das Solidarsystem der GKV und PV einzahlen. (von der GRV ganz zu schweigen)
Damit wäre schon einiges erreicht, was sofort realisiert werden kann.
Ich wundere mich ohnehin, warum die Politik nicht die KV und PV als erste Maßnahme reformiert. Das wäre doch wirklich einfach zu lösen.
Was macht denn die KV/PV Kommission???
Es nervt schon lange, dass sich Politiker und Beamte offensichtlich als “höhere Kaste” verstehen.
Letztlich sind diese aber genauso Arbeitnehmer (Arbeitgeber Staat) wie Beschäftigte in der Wirtschaft.
Es ist mir unerklärlich, dass sich ausgerechnet dieses Klientel dem Solidarsystem GKV und PV mit Ihrer privaten KV entziehen kann.
Zudem erhalten diese 70% Beihilfe auf die Beiträge zu Ihrer privaten KV und PV.
Ich habe 38 Jahre angespart um meine private Altersversorgung aufzubauen und nun bin ich in Rente und bekomme Bescheid das ich
über 20.000 € an die Kranken-und Pflegeversicherung zahlen muss.
1988 wurde mir beim Abschluss bestätigt das es keine Abzüge gibt !!
Jetzt werde ich zu Kasse gebeten und damit war alles umsonst , hätte ich das gewusst wäre die Gehaltsumwandlung nie in Frage gekommen.
Ich fühle mich vom Staat betrogen !!
Auch Heute sagt Kanzler Merz , das es eine private Altersvorsorge braucht um nicht in Altersarmutsfalle zu tappen.
Alle die dies vor Jahren gemacht haben werden jetzt dafür bestraft !!!
Dieses ungerechte Gesetz gehört abgeschafft und unberechtigten Beiträge zurückbezahlt.