„So werden die Rentner vom Staat abgezockt“

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Wie läuft die Doppel- und Mehrfachverbeitrag in der Praxis ab? Es gibt dazu abstruse Beispiele. Anton Schneider ist Betroffener und erzählt uns seinen Fall.

Ein Erlebnisbericht von Anton Schneider, langjähriges DVG-Mitglied, aus Maximiliansau bei Wörth am Rhein. 

 „Wenn man sich seine Verträge [auf Direktversicherungen] auf 12 Jahre hinaus auszahlen lässt, berechnet die Krankenkasse vollumfänglich alle KV-Beiträgen, der in den 10 Jahren zusammenkommen sind.

Und wenn man sie sich pro Jahr auszahlen lässt, wären das z.B. in 10 Jahren 100.000 Euro Auszahlungssumme. Doch da berechnet die Krankenkasse auch die gesamten Krankenkasse-Beiträge, obwohl im Jahr nur ca. 10.000 Euro ausgezahlt werden. Damit zahlt man also Beiträge, die man noch gar nicht erhalten hat. Das muss man sich mal vorstellen, wie das in Deutschland abgeht.

Ich habe das einmal nachgerechnet. Der Direktversicherte bekommt z. B. am 1.1.2022 die erste Teilsumme seiner Versicherung in Höhe von 10.000 € ausbezahlt! Wenn diese Summe von der Krankenkasse ungerechterweise als Einkommen angesehen wird (wobei die Direkt-Lebensversicherung schon lange vor 2004 abgeschlossen wurde und der Sozialversicherungspflicht unterlag), dann wäre das nach jeglicher Logik – und je nach Beitragssatz der einzelnen Krankenkasse – ein Jahresbeitrag in Höhe von ca. 170 € bis 200 €. Monatlich also knapp 17 Euro!

Berechnet wird aber dem betrogenen Versicherungsnehmer von der Krankenkasse das 10-fache davon, also knappe 170 Euro!! Wenn dies nicht ein absoluter Betrug ist.

 Zahlt man eigentlich auf Löhne und Gehälter auch 10 Jahre im Voraus Krankenkassenbeiträge?

Statt auf dieses „Einkommen“ einen gerechten Beitrag von 2.040 Euro an Beiträgen zu entrichten, berappt der Geschädigte über diese dubiose Abrechnungsform insgesamt 20.400 Euro!

Also 18.360 Euro mehr als über die übliche, gängige Abrechnung von normalen Lohneinnahmen! Ein Betrug in Vollendung! So werden die Rentner vom Staat abgezockt,

Ihr Anton Schneider“

 

Text: Anton Schneider, redigiert: Thomas Kießling     Foto: pixabay

 

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