Ab 1. Juli kommt eine Renten-Erhöhung

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Mal eine erfreuliche Nachricht: Ab 1. Juli 2023 steigen die Renten, und außerdem gilt nun in Ost und West ein gleich hoher, so genannter aktueller Rentenwert.

Ab 1. Juli 2023 bekommen die etwa 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland mehr Geld: 4,39 % im Westen und 5,86 % im Osten, wie das Bundesarbeitsministerium mitteilt. Der Rentenwert in Ost und West wird damit ein Jahr früher angeglichen als geplant. Der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten begrüßt die Anhebung der Renten, weist aber darauf hin, dass es diesmal nicht zu einem Ausgleich der Inflationsrate ausreicht – bei weitem nicht.

Gründe sind die bisher steigenden Löhne und der starke Arbeitsmarkt

Die Beispiele der Rentenerhöhung: Ein Rentner aus den alten Bundesländern, der bisher 1.000 Euro Rente erhalten hat, bekommt künftig 1.043,90 Euro. Eine gleich hohe Rente einer Person aus den neuen Bundesländern steigt sogar auf 1058,86 Euro. „Die steigenden Löhne und der starke Arbeitsmarkt in Deutschland machen diese Erhöhungen möglich“, erklärte dazu Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Bisher gab es noch unterschiedliche Rentenwerte für Ost und West. Diese wurden seit dem 1. Juli 2018 abgebaut. Ab 1. Juli 2024 sollte es einen einheitlichen Rentenwert geben. Dies wurde bereits in diesem Jahr erreicht. „Ich freue mich besonders, dass die Rentenangleichung Ost aufgrund der positiven Entwicklung ein Jahr früher erreicht wird, als gesetzlich vorgesehen. Dazu hat auch die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro beigetragen, von der viele Menschen in den neuen Ländern profitiert haben“, führt Heil aus.

Rentenniveau bei 48,15 Prozent

Für 2023 beträgt das Rentenniveau angesichts der guten Lohnentwicklung 48,15 Prozent. Damit wird die Haltelinie von 48 Prozent eingehalten und die Niveauschutzklausel greift nicht. „Ob sich das ab 2025 halten lässt, ist die andere Frage.“ Darauf verweist Helmut Achatz vom Internet-Portal Vorunruhestand.de

Text: Thomas Kießling                      Foto: pixabay

 

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